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Einsatzübung THL

Auengrund – In den Abendstunden des 21.09.2016 fand eine geplante Einsatzübung in der THL statt. Um diese Übung relativ realitätsnah zu gestalten, wurde auf einem abgesperrten Teilstück der Verbindungsstraße zwischen Wiedersbach und Hildburghausen ein Unfallszenario mit zwei sich seitlich kollidierter Fahrzeuge aufgebaut. Erschwerend kam bei dieser Situation hinzu, dass ein Fahrzeug einer leichten Böschung drohte abzurutschen und der Zugang über die Beifahrertür durch einen Baum versperrt wurde. Die verletzten Personen für diese Übung mimten Einsatzkräfte und freiwillige Helfer der Feuerwehr Auengrund. Durch angefertigte Verletztenkarten wussten die „Darsteller“, wie sie sich in der Einsatzsituation verhalten sollten. Zudem konnten die Einsatzkräfte durch eine kurze Sichtung der Verletzten anhand der Karten auch das Verletztenmuster erkennen. In der Feuerwehr eingesetzte Rettungssanitäter wussten nach der ersten Sichtung, wie mit den Patienten umzugehen war und konnten den Einsatzleiter und deren Abschnittsleiter wichtige Informationen zum weiteren Ablauf der Einsatzübung geben. Nach gemeinsamer Absprache des Einsatzleiters mit den Abschnittsleitern einigte man sich, zuerst die zwei bewusstlosen Schwerverletzten des einen PKW achsengerecht aus dem Fahrzeug zu befreien, da man Wirbelsäulenverletzungen vermutete. Hierzu wurde das Dach des PKW entfernt und mit Hilfe des Pedalschneiders die eingeklemmten Füße des Fahrers im Fußraum freigelegt.

Auf Grund dessen, dass beide PKW durch den Aufprall ineinander verkeilt waren, ruhten die Arbeiten am anderen PKW während der Rettungsmaßnahmen der zwei Schwerverletzten, um ein verrutschen des PKW in der Böschungsslage durch den Einsatz von hydraulischen Rettungsgeräten zu vermeiden.

Im zweiten PKW war die Fahrerin durch den Aufprall unter dem Lenkradkranz im Beinbereich eingeklemmt und konnte ihre Beine nicht mehr bewegen. Um vorerst die Oberschenkel zu entlasten, wurde der untere Kranz des Lenkrades mit dem Pedalschneider entfernt. Anschließend begannen die Einsatzkräfte, durch gezielt platzierte Entlastungsschnitte unter dem Armaturenbrett und an der A-Säule die Fahrgastzelle im Fahrerbereich so zu schwächen, dass sie mit Hilfe des Rettungszylinders das Armaturenbrett samt Lenksäule vom Fahrer wegdrücken konnten. Auf diese Weise wurden die eingeklemmten Beine der Verletzten Fahrer freigelegt und sie konnte aus dem PKW befreit werden.

Bei allen ausgeführten Arbeiten stand der Patientenschutz an erster Stelle und somit wurde auch von den Abschnittsleitern akribisch darauf geachtet, dass die Patienten eine dauerhafte Betreuung erhielten und mit Helmen sowie Decken bei der Arbeit der Einsatzkräfte geschützt waren.

In einer anschließenden kurzen Zusammenfassung durch den Ortsbrandmeister Falk Stickel, der die Übung in Abstand beaufsichtigte, wurde die Übung zufriedenstellend abgeschlossen. FS

Bildmaterial: Uwe Dobbert

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