Ausbildung ICE Tunnelbasiseinheiten der Landkreise Hildburghausen und Sonneberg

 

Schalkau – Am 24. Und 25.03.2017 hatten die Tunnelbasiseinheiten der Landkreise Hildburghausen und Sonneberg die Möglichkeit, an einem von der Deutschen Bahn zur Verfügung gestellten ICE zu üben. Als Übungsobjekt diente der fast fertiggestellte 1km lange Tunnel Baumleite zwischen den Ortschaften Schalkau und Grümpen, kurz vor der langen Talbrücke Grümpen. An diesem Tunnel gibt es drei Möglichkeiten vorzudringen. Für den ersten Ausbildungstag wurde der Zugang über den Rettungsschacht mit 23 Treppenabsätzen festgelegt. Bevor aber das bereits theoretisch und auch unter anderen Umständen praktisch erlernte Wissen direkt an einem ICE umgesetzt wurde, wiesen die Mitarbeiter der Deutschen Bahn mittels Stationsarbeit die Einsatzkräfte an dem ICE ein und wiesen sie auf besonderer Merkmale und Ausstattungen, sowie aber das Öffnen der Türen und das Eindringen in einen ICE hin. Des Weiteren wurden unterschiedliche Arten der Personenrettung aus dem ICE durchgesprochen und geübt. Anschließend, in den späten Abendstunden des 24.03. wurden unterschiedliche Szenarien mit kompletter Ausrüstung aber ohne Wasser geübt. Um die Belastung auf die Einsatzkräfte so real wie möglich zu gestalten, wurden die C-Schläuche zum Teil mit Sand gefüllt. Die verletzten Akteure mimten zuschauende und verantwortliche Angestellte der Deutschen Bahn aber auch Hilfskräfte des Katastrophenschutzes. Und die machten ihre Arbeit gut. Sie brachten die Einsatzkräfte der Feuerwehr ganz schön ins Schwitzen beim Abtransport mittels der Rollwägen. Um 21:00 Uhr war die Übung am ersten Ausbildungstag endlich abgeschlossen.

In den Morgenstunden des Folgetages fanden sich die Einsatzkräfte am Südportal des Tunnels ein und nach einer kurzen Einführung ging es dann gleich zur Sache. Schließlich sollten alle beteiligten Einsatzkräfte unter den Langzeitatmern, die eine Einsatzzeit von ca. 1 Stunde zulassen, Ihre Ausbildung absolvieren. Schnell wurden die zuständigen Trupps gebildet, alle benötigten Utensilien am Eingang des Portals auf die Rollwägen verlastet. Als dann der sich im Tunnel befindende ICE fast gänzlich im Rauch der Nebelmaschine verstand, rückte der Erkundungstrupp vor, um dem Einsatzleiter die Lage zu übermitteln. Nachdem vom Erkundungstrupp eine erste Einschätzung an den Einsatzleiter gegeben wurde, machte sich der Löschtrupp auf dem Weg ins Tunnelinnere, um mit den Löscharbeiten zu beginnen. Zum Schluss folgte der Such- & Rettungstrupp in die Röhre und sammelte nach und nach die „Verletzten“ ein, geleitete diese nach draußen oder fuhr diese mit Hilfe der Rollwägen und Schleifkorbtragen im Wechselverkehr zum Sammelplatz. Bis ca. 14:00 Uhr wurden 3 Übungen mit unterschiedlichen Einsatzszenarien wurden an diesem Vormittag von den Einsatzkräften absolviert. Abschließend können alle Einsatzkräfte, unter der Aufsicht vom Kreisbrandinspektor Michael Friedel, seinen Kreisbrandmeistern und den zusätzlich geschulten Multiplikatoren für Tunnelausbildungen ein aufschlussreiches und auch belastendes Wochenende für sich resümieren. FS

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